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Ich will, solange ich hier bin, die Augen auftun, bescheiden sehen und erwarten, was sich mir in der Seele bildet
Dieses Goethe - Wort ist der mich begleitende Leitspruch seit Beginn meines künstlerischen Schaffens.
Nach über 30 Jahren Tätigkeit im erlernten Beruf, begann 1993 meine künstlerische Ausbildung in der freien Malerei bei Künstlern in Fischerhude und Ottersberg.
Die Kreativität eines Künstlers hat viele Quellen. Ich schöpfe meine Ideen überwiegend aus der ganzen Vielfalt der Natur. Es ist die Ästhetik des Verfalls, z. B. von rostigem Eisen oder die morbide Schönheit von verrottetem Holz, Mauerwerk, Steinen usw., die mich fasziniert und zum Arbeiten anregt. Künstlerisches Arbeiten bedeutet für mich
jedoch nicht Natur abzubilden oder nachzuahmen, sondern heißt: Erlebtes und Gesehenes sichtbar zu machen und Neues entstehen zu lassen. Es ist also eine Umgestaltung und Verwandlung der Realität. Bei meinen Bildern handelt es sich überwiegend um ungegenständliche Arbeiten unter Einbeziehung unterschiedlicher Materialien, sodass raue und spröde Strukturen
entstehen.
Neben der Malerei fasziniert mich die Fotografie, besonders im Nahbereich. Hier arbeite ich überwiegend mit dem Ultramacro-Modus und einer maximalen Entfernung zum Objekt von ca. 10 cm. Auch bei diesen Aufnahmen ist Zersetzung von eigener Schönheit zu erkennen und vermittelt die Spuren des Vergänglichen. |